So langsam wird es das Hauptthema in den Mainstream-Nachrichten. Nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern stehen die Wahlen in Berlin am 18.09.11 an. Dafür gibt es dann natürlich auch gleich neue Umfragewerte. Für das ZDF übernimmt dies die Forschungsgruppe Wahlen.
Hier ist die Hauptaussage auch ganz deutlich: Die SPD kann sich den Koalitionspartner aussuchen. Grüne und CDU sind mehr um den zweiten Platz im Kampf, während die FDP kaum Chancen auf den Wiedereinzug in das Abgeordnetenhaus hat.
Ganz interessant ist aber das Aufflackern der Piraten. Durch den Selbstverstärkungseffekt, dürfte es die Partei schaffen in das Abgeordnetenhaus einzuziehen.
(Alle Umfragen)
Die Welt besteht aus mehr als Schlagzeilen und Nichtigkeiten. Nicht alles findet Beachtung... manches aber sicher zu Recht.
Posts mit dem Label Parteien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Parteien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 9. September 2011
Montag, 5. September 2011
Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern
Die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern sind vorbei und endeten
mit dem prognostizierten Resultat: Die SPD ist stärkste Kraft, die Grünen sind
im Landtag vertreten, die FDP flog heraus, die NPD blieb drinnen und die
Wahlbeteiligung sackte weiter ab.
Die Freude unter den Genossen der SPD ist demnach nur
teilweise zu verstehen. Während die schwarz-gelbe Koalition im Bund alles dafür
tut Landtagswahlkämpfe ihrer Parteikollegen zu torpedieren, können die
Sozialdemokraten nur wenig profitieren, trotz Amtsbonus von Herrn Sellering.
Dennoch konzentrieren sich die überregionalen Zeitungen nur
auf drei Punkte: SPD, FDP und NPD. Die geringe Wahlbeteiligung ist nur selten
thematisiert.
Dabei muss man bedenken, dass sich bei der rechten Partei
gerade eine Stammwählerschaft etabliert hat, die in manchen Wahlbezirken
zweistellige Prozentwerte errungen hat. Hier hätte eine höhere Wahlbeteiligung
sicherlich dazu führen können, dass sich die NPD nicht mehr im Landtag
wiederfindet. Aber ist dies Grund genug auf die Einwohner dieses Bundeslandes
verbal einzuprügeln?
In der großen Politik spielen manche Bundesländer keine
Rolle. Mecklenburg-Vorpommern gehört in diese Kategorie genauso wie
Sachsen-Anhalt. Alle paar Jahre sind aber in diesen neuen Bundesländern Wahlen
und der Fokus richtet sich kurz auf sie. Die Thematisierung ist starr auf
Arbeitslosigkeit, Rechtsextremismus und geringe Einkommen gelegt. In diesen
Ländern hat man immer das Gefühl nicht so ernst genommen zu werden wie andere
Bundesländer. Die Resignation wird aber noch verstärkt, wenn sich nichts
ändert. Denn die Ausgangslage ist meist so gelegen, dass die Kassen leer sind und
die wirtschaftliche Struktur fast nicht vorhanden. Wer sich da verlassen fühlt,
wählt meist gar nicht mehr.
Dieser Hintergrund ist für die FDP noch blamabler. Mit 2,7%
liegt sie auf dem Niveau von den Sonstigen Parteien. Diese sind, kumuliert, mit
5,7% nicht so unbedeutend mehr. Diese kleinen Parteien stehen meist für eine
eindeutige Richtung, eine die man scheinbar vermehrt bei den großen Parteien
immer mehr vermisst. Positionen und Parteien sind austauschbar geworden; die
klare Richtung fehlt dabei. Dies muss die wankelmütige FDP gerade leidvoll
erfahren, aber sie ist in einer Situation in der sie machen kann was sie will,
sie verliert.
Die SPD sollte sich aber nicht zu viel selber
beweihräuchern. Das Ergebnis ist für eine parlamentarische Demokratie nicht
gut. Es fehlt der Politik die Fähigkeit zu begeistern und die Welt zu erklären.
In zwei Wochen stehen Wahlen in Berlin an. Diese sind medial groß begleitet
gewesen und das Ergebnis wird sicherlich heiß erwartet.
Sonntag, 4. September 2011
Wahltrend Berlin - 04.09. Emnid
Der Wahltag rückt näher und die Forschungsinstitute rücken immer neue Wahlumfragen heraus. So auch TNS-Emnid, die auch den deutlichen Abstand der SPD auf ihre Verfolger prognostizieren.
Dagegen scheinen sie den Trend mit den Piraten erst einmal nicht zu folgen, während sie auch die FDP nicht im neuen Landtag sehen.
Die Veränderungen zur letzten Umfrage sind marginal, aber es wird auch darauf hingewiesen, dass viele Wähler noch nicht wissen, wen sie letztlich wählen werden. Das motiviert sicher die Wahlkämpfer und sollte die SPD nicht zu sehr in Sicherheit wiegen lassen.
Standort:
Berlin, Deutschland
Freitag, 2. September 2011
Wahltrend Berlin - 02.09. Forsa
Das Forsa-Institut befragte wieder zur bald anstehenden Landtagswahl in Berlin.
Es fällt auf, dass die Piraten das erste Mal bei einer solchen Wahlumfrage die 5% geknackt haben. Gleichzeitig sollte man die FDP noch nicht abschreiben, denn diese kreiseln nicht mehr so hoffnungslos um die 3% herum.
An der Spitze scheint sich nicht mehr viel zu tun. Es geht wohl vielmehr um die Frage wie viel Vorsprung die SPD haben wird.
(Alle Umfragen)
Es fällt auf, dass die Piraten das erste Mal bei einer solchen Wahlumfrage die 5% geknackt haben. Gleichzeitig sollte man die FDP noch nicht abschreiben, denn diese kreiseln nicht mehr so hoffnungslos um die 3% herum.
An der Spitze scheint sich nicht mehr viel zu tun. Es geht wohl vielmehr um die Frage wie viel Vorsprung die SPD haben wird.
(Alle Umfragen)
Standort:
Berlin, Deutschland
Mittwoch, 13. Juli 2011
Wahlen in Berlin - Fristablauf für Wahlvorschläge
Mit 18.00 Uhr am 12. Juli 2011 endete die Frist zur Einreichung der Landes- und Bezirkslisten mitsamt der notwendigen Unterstützerlisten. Die Landeswahlleiterin von Berlin gab nun bekannt, dass in Berlin 22 Parteien diesem Aufruf gefolgt sind von den anfänglichen 35 Parteien. Am 21./ 22. Juli werden die Wahlausschüsse beschließen welche Parteien endgültig zugelassen werden.
Die folgenden Parteien haben Listen eingereicht:
Die folgenden Parteien haben Listen eingereicht:
- APPD - Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (Bezirksliste)
Website - Wahlprogramm - B - Bergpartei, die "ÜberPartei" (Bezirksliste)
Website - Wahlprogramm - BIG - Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (Landesliste)
Website - BüSo - Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Landesliste)
Website - CDU - Christlich Demokratische Union Deutschlands (Bezirkslisten)
Website - Wahlprogramm - ddp - Deutsche Demokratische Partei (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - Deutsche Konservative - DEUTSCHE KONSERVATIVE PARTEI (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - DIE FREIHEIT - Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie - DIE FREIHEIT (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - DIE LINKE - DIE LINKE (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - Die PARTEI - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - DKP - Deutsche Kommunistische Partei (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - FAMILIE - Familien-Partei Deutschlands (Bezirksliste)
Website - FDP - Freie Demokratische Partei (Bezirkslisten)
Website - Wahlprogramm - GRÜNE - Bündnis 90/Die GRÜNEN (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - NPD - Nationaldemokratische Partei Deutschlands (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - ödp - Ökologisch-Demokratische Partei (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - PIRATEN - Piratenpartei Deutschland (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - pro Deutschland - Bürgerbewegung pro Deutschland (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - PSG - Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale (Landesliste)
Website - Wahlprogramm - SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Bezirkslisten)
Website - Wahlprogramm - Tierschutzpartei - PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Landesliste)
Website - UNABHÄNGIGE - UNABHÄNGIGE …für bürgernahe Demokratie (Bezirksliste)
Website
Standort:
Berlin, Deutschland
Mittwoch, 22. Juni 2011
Parteispendenwatch - Ein Projekt der taz
Dass die so genannte Schwarmintelligenz zur Überprüfung von Sachverhalten durch das Internet viele Möglichkeiten birgt, konnte man erahnen nachdem diverse Politiker um ihren Doktortitel fürchten (mussten). Die Tageszeitung (taz) möchte auf diese Weise in einem anderen Thema recherchieren.
Publizistisch wurde dies natürlich etwas Wortgewaltig aufgemacht: "Finde den nächsten Parteispenden-Skandal".
Sicher ist die Parteispendenlandschwaft sehr vielfältig, aber hinter der angepeilten Suche nach dem großen Skandal mittels des Parteispenden Watch Portals steht im Grunde nur die Unsicherheit. Das Wort Misstrauen könnte man auch aufgreifen, aber birgt gleich ein negatives Innenleben.
Der Hintergrund ist einfach. Nach aktuellen Parteispenden-Gesetz für Deutschland muss jede Spende an eine Partei ab 10.000 EUR im Rechenschaftsbericht angezeigt werden. Für jegliche Spende ab 50.000 EUR muss dies sofort geschehen.
Nun benötigt so ein Rechenschaftsbericht einer Partei doch eine gewisse Zeit bis er veröffentlicht wird. So veröffentlichte der Deutsche Bundestag Anfang Juli 2010 den letzten der drei Blöcke zu den Berichten 2008. Dies liegt teilweise natürlich auch an den Parteien selber, die, wenn sie etwas kleiner sind, nicht das notwendige Personal aufbringen können. Dennoch zeigt sich dadurch eine Verzögerung zwischen den Einnahmen durch Spenden und der Veröffentlichung.
Da solch Berichte recht dröge und unhandlich sind (sollte jemand wirklich einen der oberen drei Links zu den Berichten gefolgt sein, hoffe ich, dass er eine gute Internetanbindung hat; ansonsten entschuldige ich mich hiermit...) versucht es die taz mit der Visualisierung. Daten in eine Karte eingebettet, verschiedene Filterfunktionen und interessierte Leser. Das soll das Rezept der Zeitung sein um Unstimmigkeiten zu ermitteln.
Die beiden ersten Artikel dazu zeigen aber wieder einmal mehr, dass am Ende nur ein ungutes Gefühl bleibt. Manch einer habe nichts davon gewusst, unabhängig davon entschieden oder schlichtweg für seinen Wahlkreis gearbeitet. Es bleibt dieses maue Gefühl, wenn Spenden an Entscheidungsträger gehen und diese dann zufällig im Sinne entscheiden. Selbst wenn es in einer anderen zeitlichen Reihenfolge geschieht, denkt man gerne an eine "Dankeschön-Spende".
Dabei sind Parteispenden wichtig für die Politik. Sie verlieren aber den Sinn, und tendieren ins Gegenteil, wenn es diesen faden Beigeschmack gibt und dieser nicht entkräftet wird. Alle veröffentlichen oder Senkung der Grenze von 50.000 EUR mit Sofortveröffentlichung auf 1.000 EUR?
Letztlich entscheiden darüber Politiker. Ihnen sollte daran gelegen sein, dass klar dokumentiert wird wie sie finanziert werden. Mit dieser Offenheit kann man eine Menge Unbehagen beseitigen.
---------------------------------
Update: taz - Tchibo hat ein Herz für die CDU
Update2: XXXL-Spenden in kleinen Stücken
Publizistisch wurde dies natürlich etwas Wortgewaltig aufgemacht: "Finde den nächsten Parteispenden-Skandal".
Sicher ist die Parteispendenlandschwaft sehr vielfältig, aber hinter der angepeilten Suche nach dem großen Skandal mittels des Parteispenden Watch Portals steht im Grunde nur die Unsicherheit. Das Wort Misstrauen könnte man auch aufgreifen, aber birgt gleich ein negatives Innenleben.
Der Hintergrund ist einfach. Nach aktuellen Parteispenden-Gesetz für Deutschland muss jede Spende an eine Partei ab 10.000 EUR im Rechenschaftsbericht angezeigt werden. Für jegliche Spende ab 50.000 EUR muss dies sofort geschehen.
Nun benötigt so ein Rechenschaftsbericht einer Partei doch eine gewisse Zeit bis er veröffentlicht wird. So veröffentlichte der Deutsche Bundestag Anfang Juli 2010 den letzten der drei Blöcke zu den Berichten 2008. Dies liegt teilweise natürlich auch an den Parteien selber, die, wenn sie etwas kleiner sind, nicht das notwendige Personal aufbringen können. Dennoch zeigt sich dadurch eine Verzögerung zwischen den Einnahmen durch Spenden und der Veröffentlichung.
Da solch Berichte recht dröge und unhandlich sind (sollte jemand wirklich einen der oberen drei Links zu den Berichten gefolgt sein, hoffe ich, dass er eine gute Internetanbindung hat; ansonsten entschuldige ich mich hiermit...) versucht es die taz mit der Visualisierung. Daten in eine Karte eingebettet, verschiedene Filterfunktionen und interessierte Leser. Das soll das Rezept der Zeitung sein um Unstimmigkeiten zu ermitteln.
Die beiden ersten Artikel dazu zeigen aber wieder einmal mehr, dass am Ende nur ein ungutes Gefühl bleibt. Manch einer habe nichts davon gewusst, unabhängig davon entschieden oder schlichtweg für seinen Wahlkreis gearbeitet. Es bleibt dieses maue Gefühl, wenn Spenden an Entscheidungsträger gehen und diese dann zufällig im Sinne entscheiden. Selbst wenn es in einer anderen zeitlichen Reihenfolge geschieht, denkt man gerne an eine "Dankeschön-Spende".
Dabei sind Parteispenden wichtig für die Politik. Sie verlieren aber den Sinn, und tendieren ins Gegenteil, wenn es diesen faden Beigeschmack gibt und dieser nicht entkräftet wird. Alle veröffentlichen oder Senkung der Grenze von 50.000 EUR mit Sofortveröffentlichung auf 1.000 EUR?
Letztlich entscheiden darüber Politiker. Ihnen sollte daran gelegen sein, dass klar dokumentiert wird wie sie finanziert werden. Mit dieser Offenheit kann man eine Menge Unbehagen beseitigen.
---------------------------------
Update: taz - Tchibo hat ein Herz für die CDU
Update2: XXXL-Spenden in kleinen Stücken
Standort:
Deutschland
Abonnieren
Posts (Atom)




