Sonntag, 26. Juni 2011

Terminal-Besichtigung Flughafen Berlin Brandenburg

Berlin Brandeburg International (BBI) war gestern. Heute heißt der große internationale Flughafen für die deutsche Hauptstadt Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Ganz freiwillig war diese Umbenennung nicht, denn BBI war bereits an den indischen Flughafen in Bhubaneswar vergeben.

Am heutigem Tag wurde eine Terminal-Besichtigung durchgeführt. Eine Art Tag der offenen Baustelle. Man wundert sich dabei über die Berliner wieder sehr. Denn so richtig groß war dieser Tag nicht angekündigt, dennoch brach das Gelände ab circa 11.00 Uhr fast auseinander.
Trotz allem: Es gab nicht viel zu sehen. Der ungeführte Gang durch den Terminal war nur von der Größe der Halle beeindruckend. Schnell angefertigte Informationstafeln erklärten was man sieht. Gerade hier hätte ich mir Information erwünscht, denn einen Laternenmast oder ein Rollfeld hätte ich schon alleine erkannt.
Gepanzertes Fahrzeug der Bundespolizei
Dienstfahrzeug der Flughafenfeuerwehr
Auf dem Vorplatz tummelten sich Stände im Messecharakter. Neben ein paar Fluggesellschaften waren auch Bundespolizei, Zoll, die Polizei Brandeburg und die Eisbären Berlin vertreten. Über die Zusammenstellung ließ sich sicherlich streiten, aber viel wurde nicht aufgefahren. Aber Hingucker war das neue Dienstfahrzeug der Flughafenfeuerwehr.

Das Highlight war sicherlich die Bustour durch den Terminal. Dieses Mal war sie, entgegen dem alleinigen Rundgang, begleitet von einem Guide. Die nette Dame des Marketings versuchte sich auch in ziemlich schwerer Rhetorik (z.B. doppelte Verneinung: "Wenn der ausfällt, dann funktioniert garnichts hier mehr nicht."). Die Bruchlandungen gelangen ihr aber in der schlechten englischen Aussprache und dem steten Gefühl, dass sie gar nicht wusste, was sie in solch kurzer Zeit sagen sollte.
Der Hindernislauf der Lufthansa
Die zukünftigen Rolltreppen
Somit verkam der geführte Gang durch den Süd-Terminal zu einem schnellen Sprint mit bekannten Allgemeinplätzen (Stichwort: "Es gibt 150 verschiedene Shops, aber die sind mit den Preisen dann sicherlich nicht so günstig.").

Ich hatte insgesamt das Gefühl, dass sich der Flughafen nicht so viel Mühe gemacht hat mit diesem Tag. So viel Liebe und Hingabe wie es beispielsweise die Lufthansa vollführte, hätte ich mir auch von der Hauptattraktion gewünscht. Am Ende war es nicht mehr als eine kurze Baustellenbegehung. Und ich denke, dass die Flughafenbetreiber froh sind, dass der Tag vorbei ist.
In der Bildmitte: "Vorsicht: Stufe!"

Ein Punkt bleibt aber zu erwähnen. Man stellte an einem Ausgang eine Person ab, die nur auf eine "Stufe" hinwies. Dieser Absatz war zwei bis vier Zentimeter hoch. Man hätte stolpern können. Ein Schild hätte begnügt. Aber so konnte sich eine Person, scheinbar Schüler, den Tag damit vertreiben jedem vorbeigehenden mit rudernden Armen zu sagen "Vorsicht Stufe!". Ich hoffe, die Bezahlung stimmt für ihn.

Zum Flughafen selber muss ich sagen: Ich hätte ihn mir größer vorgestellt.

1 Kommentar:

  1. Mir hat es gut gefallen, aber ich bin auch bekennender Bustellenjunkie. Unser Busfahrer hat sich Dank den Guides übrigens prompt verfahren.Auch ganz lustig.
    Danke übrigens, dass Du bei mir vorbei geschaut hast.

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